In Kalabrien verbraucht ein Zwei-Personen-Haushalt 30 bis 50 Liter Olivenöl im Jahr, weil damit nicht nur verfeinert, sondern auch gekocht und gebraten wird. Bei uns ist das nicht anders – und deshalb kaufen viele unserer Kunden ihr Olivenöl im 5-Liter-Kanister. Damit das Öl bis zum letzten Tropfen frisch bleibt, kommt es auf die richtige Lagerung an. Hier erklären wir, worauf es ankommt.
Kurz gesagt: So lagerst du Olivenöl richtig
- Dunkel: Licht ist der größte Feind des Olivenöls. Dunkle Flaschen oder Kanister, im Schrank aufbewahrt.
- Kühl: Ideal sind 12 bis 18 °C – ein Vorratsschrank, die Speisekammer oder ein nicht zu kalter Keller.
- Luftdicht: Nach jedem Gebrauch fest verschließen.
- Weg vom Herd: Nicht neben Herd, Backofen, Heizung oder Spülmaschine.
- Zügig verbrauchen: Geöffnetes Öl am besten innerhalb von zwei bis drei Monaten aufbrauchen.
Warum Olivenöl richtig gelagert werden muss
Natives Olivenöl extra ist ein Naturprodukt. Es wird nicht raffiniert und nicht erhitzt und enthält deshalb noch seine Aromen, Polyphenole und Vitamin E. Genau diese wertvollen Stoffe bauen sich mit der Zeit ab – umso schneller, je mehr Licht, Wärme und Sauerstoff an das Öl kommen. Das Öl oxidiert, verliert seine Frische und wird irgendwann ranzig. Gesundheitsschädlich ist ranziges Öl nicht sofort, aber es schmeckt unangenehm und hat seine guten Eigenschaften verloren.
Die richtige Temperatur
Am wohlsten fühlt sich Olivenöl bei 12 bis 18 °C und einer möglichst gleichbleibenden Temperatur. Zimmertemperatur in einem Schrank ist völlig in Ordnung, solange es nicht direkt neben einer Wärmequelle steht. Starke Temperaturschwankungen, etwa auf der Fensterbank oder im Auto, schaden dem Öl.
Gehört Olivenöl in den Kühlschrank?
Nein. Im Kühlschrank wird Olivenöl trüb und dickflüssig, oft bilden sich weiße Flocken. Das schadet dem Öl nicht – bei Zimmertemperatur wird es wieder klar. Aber beim ständigen Wechsel zwischen kalt und warm kann sich Kondenswasser bilden, und das ist für die Qualität nicht gut. Außerdem lässt sich kaltes Öl schlecht dosieren.
Olivenöl ist trüb oder flockig geworden – ist es schlecht?
Meistens nicht. Unter etwa 8 bis 10 °C beginnen natürliche Bestandteile des Öls auszukristallisieren. Das sieht aus wie weiße Flocken oder Schlieren und ist ein Zeichen für ein naturbelassenes Öl, nicht für Verderb. Einfach ein paar Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann ist es wieder klar. Typisch ist das im Winter nach dem Versand oder in einem kalten Keller.
Flasche, Kanister oder Krug: Welcher Behälter ist der richtige?
- Dunkle Glasflasche: Ideal für den täglichen Gebrauch in der Küche. Dunkelgrünes oder braunes Glas hält einen Großteil des Lichts ab.
- Klare Glasflasche: Sieht schön aus, lässt aber Licht durch. Wenn klar, dann nur im geschlossenen Schrank aufbewahren.
- Kanister aus Weißblech (Metall): Komplett lichtdicht und deshalb ideal für größere Mengen. So lagern auch die Erzeuger in Italien ihr Öl.
- Edelstahl: Die beste Wahl für sehr große Mengen – Edelstahltanks verwenden auch die Ölmühlen.
- Keramik: Lichtdicht und dekorativ. Wichtig ist eine glasierte Innenseite und ein guter Verschluss – wie bei unseren handgefertigten Keramikkrügen aus Kalabrien.
- Kunststoff: Für die langfristige Lagerung nicht ideal, da etwas Sauerstoff durchdringen kann.
Olivenöl im 5-Liter-Kanister richtig lagern
Der Kanister ist die günstigste und praktischste Lösung für alle, die viel Olivenöl verbrauchen. So bleibt das Öl darin lange frisch:
- Kanister kühl und dunkel stellen, zum Beispiel in die Speisekammer oder den Keller – nicht in die Küche.
- Eine kleine Flasche für die Küche abfüllen. Fülle dir eine dunkle 0,5- oder 1-Liter-Flasche mit Ausgießer ab und öffne den Kanister nur zum Nachfüllen. So kommt der Rest des Öls kaum mit Luft in Kontakt.
- Bei halb leerem Kanister umfüllen. Je leerer der Kanister, desto mehr Luft ist darin. Wenn du langsam verbrauchst, fülle die zweite Hälfte in mehrere kleine, ganz volle Flaschen um.
- Immer fest verschließen, auch wenn es nur kurz ist.
- Kleine Flasche vor dem Nachfüllen auswaschen und gut trocknen lassen, damit sich kein altes Öl mit frischem mischt.
Unser Bio-Olivenöl von Palombari im Kanister und das Olivenöl der Villa Annette gibt es in verschiedenen Größen – so kannst du die Menge passend zu deinem Verbrauch wählen.
Wie lange hält Olivenöl?
- Ungeöffnet: Das Mindesthaltbarkeitsdatum liegt meist bei 18 bis 24 Monaten nach der Abfüllung. Am besten schmeckt natives Olivenöl extra aber innerhalb von etwa 12 bis 18 Monaten nach der Ernte.
- Geöffnete Flasche: Idealerweise innerhalb von zwei bis drei Monaten verbrauchen.
- Geöffneter Kanister: Bei kühler, dunkler Lagerung und richtigem Umgang einige Monate, je nachdem wie viel Luft im Kanister ist.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum. Gut gelagertes Olivenöl ist auch danach oft noch einwandfrei – es verliert aber nach und nach an Frische und Schärfe. Mach im Zweifel den Geruchs- und Geschmackstest.
Ablagerungen in der Flasche: Bodensatz bei unfiltriertem Olivenöl
Unser Olivenöl ist unfiltriert. Das bedeutet: Winzige Teilchen aus dem Fruchtfleisch der Olive bleiben im Öl und setzen sich mit der Zeit am Boden der Flasche oder des Kanisters ab. Dieser Bodensatz ist völlig normal und ein Zeichen für ein naturbelassenes Öl. Unfiltriertes Öl kann außerdem leicht trüb aussehen.
- Flasche oder Kanister nicht schütteln, sondern das klare Öl von oben abgießen.
- Den Rest mit dem Bodensatz am besten zum Kochen und Braten verwenden.
- Unfiltriertes Öl am besten innerhalb einiger Monate nach dem Öffnen verbrauchen, da der Bodensatz bei sehr langer Lagerung den Geschmack beeinträchtigen kann.
Ist mein Olivenöl schlecht geworden? So erkennst du ranziges Öl
Gieß einen kleinen Schluck in ein Glas, wärme es mit der Hand an und rieche daran:
- Ranziger Geruch: Riecht das Öl nach alten Nüssen, Knete, Wachsmalstiften oder Farbe, ist es ranzig.
- Flacher, fettiger Geschmack: Frisches natives Olivenöl extra schmeckt fruchtig und leicht bitter und kratzt etwas im Hals. Fehlt das völlig und schmeckt das Öl nur noch fettig, ist es über seinen Höhepunkt hinaus.
- Muffiger oder essigartiger Geruch: Ein Zeichen für einen Fehler bei der Herstellung oder Lagerung.
Wichtig: Trübungen, Flocken und Bodensatz sind kein Zeichen für Verderb. Entscheidend sind Geruch und Geschmack.
Die häufigsten Fehler bei der Lagerung
- Die Flasche steht neben dem Herd – praktisch, aber zu warm.
- Klare Flasche auf der Arbeitsfläche oder Fensterbank – zu viel Licht.
- Ausgießer ohne Verschluss – das Öl steht ständig an der Luft.
- Ein halb leerer Kanister monatelang in der warmen Küche.
- Altes und neues Öl in derselben Flasche gemischt.
Häufige Fragen
Wie lagert man Olivenöl am besten?
Dunkel, kühl bei 12 bis 18 °C, gut verschlossen und nicht in der Nähe von Herd oder Heizung – am besten in einer dunklen Glasflasche oder einem Metallkanister im Schrank.
Wie lange hält Olivenöl nach dem Öffnen?
Eine geöffnete Flasche sollte innerhalb von zwei bis drei Monaten verbraucht werden. Danach ist das Öl meist noch genießbar, verliert aber an Aroma.
Kann man Olivenöl in einem Metallbehälter lagern?
Ja. Kanister aus Weißblech oder Behälter aus Edelstahl sind lichtdicht und ideal. Ungeeignet sind Behälter aus Kupfer, Eisen oder Aluminium ohne Beschichtung, da diese mit dem Öl reagieren können.
Warum ist mein Olivenöl trüb geworden?
Meistens wegen Kälte: Unter etwa 8 bis 10 °C werden natürliche Bestandteile fest. Bei Zimmertemperatur wird das Öl wieder klar. Unfiltriertes Öl ist zudem von Natur aus leicht trüb.
Mehr über Qualität und Frische erfährst du in unserem Beitrag Woran erkennt man gutes Olivenöl? – und frisches Olivenöl aus Kalabrien bekommst du direkt bei uns.
1 Kommentar
Ich bevorzuge eindeutig Kanister.
Wie sieht es eigentlich mit Bag-in-Box aus?